
Mein Weg: Vom Verlagskaufmann zum Gründer des FABO-Verlags
Verlagskompetenz aus erster Hand
Ich wurde 1970 in Dresden geboren und bin dort aufgewachsen. Schon früh entwickelte ich ein großes Interesse an der Eisenbahn, und so begann 1987 mein beruflicher Weg bei der Bahn.
Zunächst erlernte ich den Beruf des Lokschlossers. Nach meiner Ausbildung wechselte ich in den Fahrdienst und wurde Lokführer. Viele Jahre war die Eisenbahn nicht nur mein Beruf, sondern ein wesentlicher Teil meines Lebens.
Später übernahm ich zusätzlich Verantwortung als Ausbilder. Ich begleitete sowohl angehende als auch bereits erfahrene Lokführer und gab mein Wissen, meine Erfahrungen und die Kenntnisse weiter, die ich mir über viele Jahre im Eisenbahnbetrieb erworben hatte.
Von 1987 bis 2018 arbeitete ich bei der Eisenbahn. Diese mehr als drei Jahrzehnte haben mich geprägt, allerdings nicht nur durch die schönen Seiten dieses Berufes.
Während meiner Zeit als Lokführer musste ich zahlreiche schwere Bahnunfälle mit tödlichem Ausgang miterleben. Immer wieder gerieten Menschen vor die von mir geführten Züge. Einige von ihnen hatten sich bewusst für diesen Weg entschieden, andere hatten Gefahren unterschätzt, waren unaufmerksam oder befanden sich aus anderen Gründen im Gleisbereich.
Solche Erlebnisse lassen sich nicht einfach nach Dienstschluss ablegen. Jeder einzelne dieser Unfälle hinterließ Spuren. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem Körper und Seele die Belastungen nicht mehr auffangen konnten.
2018 musste ich deshalb meinen Beruf bei der Eisenbahn aufgeben. Es folgte eine lange Zeit der Arbeitsunfähigkeit und der Behandlung. Ich musste lernen, mit den Erlebnissen der vergangenen Jahre umzugehen und vieles zu verarbeiten, was sich über lange Zeit angesammelt hatte.
Nachdem ich diese schwere Phase weitgehend überwunden hatte, versuchte ich noch einmal, beruflich Fuß zu fassen. Rund eineinhalb Jahre arbeitete ich in einer anderen Branche. Doch auch diese Tätigkeit forderte ihren Tribut und belastete mich körperlich so stark, dass ich schließlich nicht mehr weiterarbeiten konnte und in den Ruhestand gehen musste.
Damit begann ein völlig neuer Abschnitt meines Lebens.
Etwa im November 2024 entstand die Idee, meine Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten bei der Eisenbahn aufzuschreiben. Anfangs ging es mir lediglich darum, Erinnerungen festzuhalten und Erlebtes in Worte zu fassen. Aus diesen ersten Aufzeichnungen entwickelte sich schließlich ein Buch.
Doch bei diesem einen Buch blieb es nicht.
Während des Schreibens entstanden immer neue Gedanken, Ideen und Geschichten. Aus einem Projekt wurde das nächste. Ich begann, weitere Bücher zu schreiben, manche davon lange bevor ich sie tatsächlich veröffentlichte. Nach und nach wuchs daraus eine neue Aufgabe, mit der ich vorher selbst nicht gerechnet hatte.
Alles, was ich schreibe, entsteht aus meinen eigenen Gedanken und Ideen. Häufig beginnt es nur mit einem einzelnen Einfall, einem Satz, einer Erinnerung oder einer Frage. Daraus entwickelt sich nach und nach eine Geschichte, ein Thema oder sogar ein vollständiges Buch. Dieser kreative Prozess begleitet mich bis heute.
Seit dem 1. Januar 2026 veröffentliche ich einen Teil meiner Bücher unter dem Pseudonym Timo Falk.
Das Schreiben ist für mich inzwischen weit mehr als eine Beschäftigung. Es ist eine Möglichkeit, Erfahrungen weiterzugeben, Geschichten entstehen zu lassen und Menschen für einige Stunden aus ihrem Alltag mitzunehmen.
Dabei habe ich mir von Anfang an ein einfaches Ziel gesetzt, das bis heute unverändert geblieben ist:
Ich möchte lesefreudigen Menschen Unterhaltung in die eigenen vier Wände bringen. Meine Bücher sollen neugierig machen, zum Nachdenken anregen, Wissen vermitteln oder einfach dafür sorgen, dass man für eine Weile abschalten und in eine andere Geschichte eintauchen kann.
Wenn mir das gelingt, dann habe ich mit meinen Büchern genau das erreicht, was ich mir vorgenommen habe.
Aus einem Eisenbahner, der mehr als drei Jahrzehnte auf und neben dem Führerstand verbrachte, wurde schließlich ein Autor.
Und aus der ersten Idee, Erinnerungen niederzuschreiben, ist inzwischen eine Leidenschaft geworden, die mich bis heute begleitet.
